Mensch-Hund-Beziehung

Vermisster Hund – was tun?

Vermisster Hund

Die Horrorvorstellung: Dein Hund ist abgehauen und kommt nicht zurück!

Vielleicht hat Dein Hund eine interessante Wildspur in der Nase, eine läufige Hündin hat ohne neugierig gemacht oder er hat sich erschreckt und ist in Panik einfach nur noch weggelaufen. Vielleicht es er einfach zur Haustür raus oder hat ein Loch im Gartenzaun gefunden. Was auch immer – das Szenario ist schrecklich – denn es ist lebensbedrohlich für Deinen Hund!

All das kommt häufiger vor, als Du denkst… Und häufig kommt es unerwartet!

Was aber nun tun, wenn Dein Hund spurlos verschwunden ist?

 

Erstmal warten

Nicht selten kommen die entlaufenen Hunde zu der Stelle zurück, an der sie sich zuletzt mit ihrem Hundeführer befunden haben. Es macht also durchaus Sinn erstmal 15-20 Minuten vor Ort zu bleiben bzw. direkt dort in der Nähe.

Goldene Regel:
Wenn Dein Hund zurückkommt: Lobe ihn und freue Dich! Zurückkommen sollte immer angenehm verknüpft werden, egal was vorher passiert ist.

 

Weitere Maßnahmen

Kommt Dein Hund nicht an die Stelle zurück, lasse wenn möglich etwas Futter, Wasser und etwas Vertrautes (Kleidungsstück, Hundedecke) dort liegen.

Ist Dein Hund in ihm bekannten Gebiet entlaufen, kannst Du die bekannten Ecken abklappern, wo Ihr Euch häufig aufhaltet. Manche Hunde laufen auch nach Hause, eventuell kann dort jemand warten und ein Auge darauf haben.

Du kannst die nähere Umgebung zu Fuß oder eventuell mit dem Auto checken. Bedenke, dass gerade bei einer Flucht durch Panik oder beim Verfolgen von Wild eventuell schnell viele Kilometer zurückgelegt werden können.

Rufe Deinen Hund zwischendurch immer wieder, eventuell sucht er Dich ja schon und benötigt etwas Orientierung.

Sprich andere Passanten an, vielleicht haben sie Deinen Hund irgendwo gesehen und können weitere hilfreiche Hinweise geben.

 Stellen, die Du jetzt informieren solltest:

  • TASSO
  • Polizei/Autobahnpolizei
  • Tierheime/Tierschutzvereine vor Ort
  • Förster/Jagdpächter
  • Soziale Netzwerke
  • Tierkliniken/Tierärzte in der Umgebung

 

 Wenn Dein Hund verschwunden bleibt

 Ist die Suche bisher erfolglos verlaufen, gilt es jetzt, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Du solltest in der ganzen Umgebung um den Fluchtort herum Suchplakate aufhängen. Diese kannst Du über Tasso kostenlos erstellen und Dir ausdrucken. Achte darauf, dass die Telefonnummer auf den Plakaten jederzeit erreichbar ist.

Plakate darfst Du nicht einfach überall aufhängen. Erkundige Dich diesbezüglich.

Klappere ruhig immer wieder bekannte Stellen ab und checke, ob das am Verlustort zurückgelassene Futter noch vorhanden ist.

Auch hier macht schon der Einsatz eines Suchhundes/Pettrailers Sinn. Je näher Dein Hund noch ist, desto eher kann er gefunden werden.

 

Länger verschollen

Bleibt Dein Hund weiter verschollen, solltest Du die Plakatierung erweitern und den Suchradius erhöhen. Regelmäßige Nachfragen bei den Tierheimen sind auch wichtig.

Gab es Sichtungen an bestimmten Stellen, kann es Sinn machen dort feste Futterstellen einzurichten und diese eventuell mit der Hilfe von Wildkameras zu überwachen.

Sollte Dein Hund immer wieder zu einer Futterstelle kommen, kann man dort eine Lebendfalle aufstellen.

Bedenke, dass das Verhalten Deines Hundes sich eventuell ändert, wenn er einige Zeit draußen lebt. Selbst wenn er Dich erkennt, heißt es nicht, dass er zu Dir kommt – er könnte auch die Flucht ergreifen.

Hier macht dann die Arbeit mit einem professionellen Tiersicherungsdienst Sinn.

Gab es Sichtungen, aber Dein Hund bleibt verschwunden, solltest Du spätestens jetzt überlegen, die Hilfe eines Suchhundes in Anspruch zu nehmen. Vielleicht wird er Deinen Hund nicht finden, aber er kann zeigen, in welche Richtung weitergesucht werden sollte. Der Einsatz eines Pettrailers eignet sich nicht für alle vermissten Hunde. Das kannst Du mit Dem Suchhundeteam abklären.

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